Leihmutterschaft ist in der Schweiz auf Verfassungsstufe verboten, ein Programm im Ausland ist für Wunscheltern jedoch nicht strafbar. Nach den Bundesgerichtsurteilen von 2022 gilt die Leihmutter zunächst als rechtliche Mutter: Der genetische Vater anerkennt die Vaterschaft, die Wunschmutter adoptiert per Stiefkindadoption — die Behörden müssen rasch und pragmatisch entscheiden. Schweizer Ehepaare nutzen Programme in der Ukraine, Georgien oder Armenien ab 41.000 Euro; die anwaltliche Prüfung gehört vor den Embryotransfer.

Für Ehepaare aus der Schweiz · Rechtslage: Stand Juni 2026

Leihmutterschaft für Paare aus der Schweiz — hier entscheidet Präzision

Die Leihmutterschaft ist in der Schweiz auf Verfassungsstufe verboten — ein Programm im Ausland ist für Wunscheltern jedoch nicht strafbar. Zugleich ist die Schweiz bei der Rückkehr die anspruchsvollste Rechtsordnung im deutschsprachigen Raum: Das Bundesgericht hat 2022 die Regeln präzise gesetzt. Wer sie kennt und früh plant, kommt ans Ziel.

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Sprechen wir offen

Viele Agenturen umgehen das Thema Schweiz — wir gehen es frontal an. Nach Schweizer Recht ist die Frau, die das Kind geboren hat, die rechtliche Mutter; die ausländische Geburtsurkunde genügt nicht. Deshalb gehört eine Schweizer Anwältin oder ein Anwalt vor den Embryotransfer an Ihre Seite — nicht erst nach der Geburt.

Die Rechtslage in der Schweiz — ein Verbot auf Verfassungsstufe

Die Schweiz verbietet die Leihmutterschaft so klar wie kaum ein anderes Land — in der Bundesverfassung selbst. Die Strafnormen richten sich jedoch an Medizin und Vermittlung im Inland, nicht an Wunscheltern, die ein Programm im Ausland durchführen.

Art. 119 Abs. 2 BV

Bundesverfassung

Alle Arten von Leihmutterschaft sind unzulässig — das Verbot steht seit 1992 in der Verfassung und gilt absolut für das Inland. Eine Reform ist nicht in Sicht.

FMedG

Fortpflanzungsmedizingesetz

Das Gesetz konkretisiert das Verbot und stellt die Anwendung eines Fortpflanzungsverfahrens bei einer Leihmutter sowie die Vermittlung unter Strafe — Adressaten sind Ärztinnen, Ärzte und Vermittler im Inland. Für Wunscheltern, die ein Programm vollständig im Ausland durchführen, besteht kein Straftatbestand.

Art. 252 ZGB

Zivilgesetzbuch

Das Kindesverhältnis zur Mutter entsteht mit der Geburt: Rechtliche Mutter ist die Frau, die das Kind geboren hat. Dieser Grundsatz — nicht das Verbot — ist die eigentliche Hürde bei der Rückkehr.

Das Bundesgericht hat die Regeln gesetzt — wir nennen sie beim Namen

Zwei Leiturteile aus den Jahren 2022 betreffen exakt unsere Konstellation: Kinder Schweizer Wunscheltern, geboren von einer Leihmutter in Georgien. Seither ist der Weg klar definiert — anspruchsvoll, aber planbar.

Bundesgericht · 7. Februar 2022 · 5A_545/2020 (BGE 148 III 245)

Das Grundsatzurteil

  • Die ausländische Geburtsurkunde wird nicht als solche anerkannt — die Abstammung beurteilt sich nach Schweizer Recht.
  • Rechtliche Mutter ist zunächst die Leihmutter, die das Kind geboren hat.
  • Der genetische Wunschvater wird durch Vaterschaftsanerkennung rechtlicher Vater — das setzt voraus, dass die Leihmutter nicht verheiratet ist.
  • Die Wunschmutter — auch die genetische — wird Mutter über die Stiefkindadoption in der Schweiz. Bis dahin trägt das Kind den Namen der Leihmutter.

Bundesgericht · 1. Juli 2022 · 5A_32/2021

Die wichtige Präzisierung

  • Der Wunschvater kann die Vaterschaft unverzüglich anerkennen.
  • Die Adoptionsbehörden sind verpflichtet, solche Fälle zu priorisieren und rasch zu entscheiden.
  • Die adoptionsrechtlichen Voraussetzungen sind grosszügig und pragmatisch auszulegen, um den Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte gerecht zu werden.

Das Uhrwerk-Prinzip

In der Schweiz greift jedes Rad ins andere. Vier Räder müssen ineinanderpassen, damit das Werk läuft — stockt eines, stockt alles:

  • Genetik des VatersGrundlage der Vaterschaftsanerkennung — bei uns durch DNA-Dokumentation belegt.
  • Zivilstand der LeihmutterSie muss unverheiratet sein, sonst greift die Vaterschaftsvermutung ihres Ehemanns. Wir berücksichtigen das bei der Auswahl.
  • Urkunden & FristenApostille, Übersetzung in die Amtssprache Ihres Kantons, Originale nicht älter als sechs Monate.
  • Adoption der WunschmutterFrüh vorbereitet, von den Behörden prioritär zu behandeln — aber sie gehört von Anfang an in den Zeitplan.

Deshalb unser fester Grundsatz für Schweizer Paare: erst die anwaltliche Prüfung, dann der Embryotransfer.

Drei Programmländer — ein Festpreis in Euro

Die Ukraine, Georgien und Armenien regeln die Leihmutterschaft gesetzlich und erlauben sie verheirateten heterosexuellen Paaren mit medizinischer Indikation. Unsere Pakete kosten in allen drei Ländern dasselbe.

Standard

ab 41.000 €

eigene Embryonen · 1 Transfer

Comfort

ab 52.000 €

IVF inklusive · bis zu 3 Transfers

Prestige

ab 65.000 €

IVF mit Eizellspende · unbegrenzte Transfers

Festpreis, drei meilensteinbasierte Zahlungen, Abrechnung in Euro. Vollständige Kostenaufstellung und Zahlungsplan →

Die Rückkehr in die Schweiz — sechs Schritte, früh getaktet

Der Schweizer Weg verzeiht keine Improvisation — gut vorbereitet ist er aber klar strukturiert. Was wir übernehmen und was bei Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt liegt:

  1. Anwaltliche Prüfung — vor dem Embryotransfer

    Eine Schweizer Anwältin oder ein Anwalt für Familienrecht prüft Ihre Konstellation, bevor das Programm startet: Genetik, Zivilstand der Leihmutter, Kanton, Zeitplan der Adoption. Auf Wunsch vermitteln wir Kanzleien mit Erfahrung in internationalen Leihmutterschaftsverfahren.

  2. Geburt und Geburtsurkunde im Programmland

    Ihr Kind kommt in der Partnerklinik zur Welt. Die örtliche Geburtsurkunde wird auf Sie beide ausgestellt — in der Ukraine, Georgien und Armenien kraft Gesetz. Sie ist der dokumentarische Ausgangspunkt, auch wenn die Schweiz die Abstammung nach eigenem Recht beurteilt.

  3. Apostille, Übersetzung, Fristen

    Wir organisieren Apostille und beglaubigte Übersetzung in die Amtssprache Ihres Kantons — Deutsch, Französisch oder Italienisch. Die Zivilstandsbehörden verlangen Originale, die nicht älter als sechs Monate sind; wir takten die Ausstellung entsprechend.

  4. Meldung an die Schweizer Vertretung und Vaterschaftsanerkennung

    Das Dossier geht über die Schweizer Auslandsvertretung an die zuständige kantonale Zivilstandsbehörde. Der genetische Vater anerkennt die Vaterschaft — nach dem Bundesgericht kann das unverzüglich geschehen; die genetische Verbindung wird dokumentiert.

  5. Reisedokument und Heimreise

    Nach Klärung von Abstammung und Bürgerrecht des Kindes wird das Reisedokument ausgestellt; in dringenden Fällen unterstützt die Schweizer Vertretung vor Ort. Die Aufenthaltsdauer im Programmland hängt vom Einzelfall ab — rechnen Sie mit mehreren Wochen, die wir gemeinsam mit Ihrer Anwältin oder Ihrem Anwalt vorausplanen.

  6. Stiefkindadoption der Wunschmutter in der Schweiz

    Zu Hause folgt die Adoption durch die Wunschmutter — auch bei genetischer Verbindung. Das Bundesgericht verpflichtet die Behörden, solche Verfahren prioritär, grosszügig und pragmatisch zu behandeln. Bis zum Abschluss trägt das Kind den Namen der Leihmutter; auch das gehört zur ehrlichen Planung.

Häufige Fragen Schweizer Paare

Die Fragen, die uns in Erstgesprächen mit Paaren aus der Schweiz am häufigsten gestellt werden — ohne Beschönigung beantwortet.

Machen wir uns strafbar, wenn wir als Schweizer Ehepaar eine Leihmutterschaft im Ausland durchführen?

Nein. Das Verbot in Art. 119 der Bundesverfassung und im Fortpflanzungsmedizingesetz gilt für das Inland; die Strafnormen richten sich an die Anwendung des Verfahrens und die Vermittlung in der Schweiz. Ein Programm, das vollständig in einem Land mit gesetzlich erlaubter Leihmutterschaft stattfindet, ist für Wunscheltern nicht strafbar — weder bei der Durchführung noch bei der Rückkehr mit dem Kind.

Wird die ausländische Geburtsurkunde in der Schweiz anerkannt?

Nicht als solche. Seit dem Bundesgerichtsurteil vom 7. Februar 2022 (5A_545/2020) beurteilt sich die Abstammung nach Schweizer Recht: Rechtliche Mutter ist zunächst die Leihmutter, die das Kind geboren hat. Die Elternschaft der Wunscheltern wird in der Schweiz hergestellt — der Vater durch Vaterschaftsanerkennung, die Wunschmutter durch Stiefkindadoption. Die ausländische Urkunde bleibt dennoch ein zentrales Dokument des Dossiers.

Wird die genetische Wunschmutter automatisch als Mutter anerkannt?

Nein — das ist die härteste Wahrheit des Schweizer Wegs. Auch bei genetischer Verbindung führt der Weg der Wunschmutter über die Stiefkindadoption. Das Bundesgericht hat zugleich klargestellt, dass die Behörden solche Adoptionen priorisieren, rasch entscheiden und die Voraussetzungen grosszügig und pragmatisch auslegen müssen. Mit guter Vorbereitung ist das Verfahren planbar — es gehört aber von Anfang an in den Zeitplan.

Warum ist der Zivilstand der Leihmutter so wichtig?

Die Vaterschaftsanerkennung des genetischen Wunschvaters setzt voraus, dass die Leihmutter nicht verheiratet ist — sonst greift die Vaterschaftsvermutung zugunsten ihres Ehemanns, was das Verfahren erheblich verkompliziert. Wir berücksichtigen dieses Kriterium bei der Auswahl der Leihmutter für Schweizer Paare von Beginn an.

Erhält unser Kind das Schweizer Bürgerrecht — und welchen Namen trägt es?

Mit der anerkannten Abstammung vom Schweizer Vater erwirbt das Kind das Schweizer Bürgerrecht; anschliessend wird das Reisedokument ausgestellt, in komplexen Fällen nach kantonaler Entscheidung. Beim Namen sind wir ehrlich: Bis zum Abschluss der Stiefkindadoption trägt das Kind nach Schweizer Recht den Namen der Leihmutter — danach den Familiennamen Ihrer Familie.

Wann sollten wir die Schweizer Anwältin oder den Anwalt einbinden?

Vor dem Embryotransfer — das ist unser fester Grundsatz für Schweizer Paare. Genetik, Zivilstand der Leihmutter, Urkundenaufbau, Kanton und Adoptionszeitplan müssen zusammenpassen, bevor das Programm startet. Auf Wunsch vermitteln wir den Kontakt zu Kanzleien mit Erfahrung in internationalen Leihmutterschaftsverfahren.

Der nächste Schritt — ein Gespräch, keine Verpflichtung

Im kostenlosen Erstgespräch kartieren wir Ihre Schweizer Ausgangslage: medizinische Situation, passendes Programmland, realistischer Zeitplan inklusive Adoption — auf Deutsch, per Videocall oder WhatsApp. Sie erhalten danach eine schriftliche Zusammenfassung und entscheiden in Ruhe.

Novaparent ist eine in der Ukraine registrierte Agentur und arbeitet ausschliesslich mit verheirateten heterosexuellen Paaren mit medizinischer Indikation. Mehr über uns im Brief des Gründers. Cette page existe aussi en français : GPA pour résidents suisses.

Verfasst von Andrew Khodonovych, Gründer und Leiter von Novaparent Surrogacy. Vom Autor auf sachliche Richtigkeit geprüft. Zuletzt überprüft: .

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